Umsetzung der ferngesteuerten Reduzierung Einspeiseleistung bei Netzüberlastung (§9 EEG)

Alle Betreiber von Erzeugungsanlagen am öffentlichen Stromnetz sind verpflichtet je nach Anlagenleistung und –art  

  • ihre Anlagen mit technischen Einrichtungen auszurüsten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann
  • die maximale Wirkleistungseinspeisung auf 70 Prozent der installierten Leistung zu begrenzen.


Zu beachten sind ebenfalls die „Mindestanforderungen des Netzbetreibers zur Umsetzung des Einspeisemanagements nach §§ 9 und 14 EEG“

 

Strom aus Erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energien im Sinne des EEG sind z.B. Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlungsenergie, Geothermie, Energie aus Biomasse einschließlich Biogas, Deponiegas und Klärgas.
Nach EEG hat der Betreiber von EEG-Anlagen für den in das örtliche öffentliche Verteilnetz der Stadtwerke Löbau GmbH eingespeisten EEG-Strom, welcher in seiner EEG-Anlagen erzeugt wurde, gegenüber der Stadtwerke Löbau GmbH als Netzbetreiber einen Anspruch auf die Marktprämie oder auf eine Einspeisevergütung.
Die Prüfung der Fördervoraussetzungen erfolgt auf der Grundlage des EEG. Der Anlagenbetreiber hat dem Netzbetreiber dazu entsprechende Nachweise vorzulegen,  z.B. Nachweise der Anmeldungen in Anlageregistern, Konformitätsnachweise oder Umweltgutachten.

 

Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung

Nach § 4 KWKG ist die Stadtwerke Löbau GmbH als Netzbetreiber verpflichtet dem Anlagenbetreiber den aus deren Anlagen angebotenen KWK-Strom aufzunehmen und zu vergüten sowie für Anlagen, welche bis zum 31.12.2015 in Betrieb genommen worden sind, für den erzeugten KWK-Strom einen Zuschlag zu entrichten. Die Prüfung der Vergütungsvoraussetzungen erfolgt auf der Grundlage des KWKG. Der Anlagenbetreiber hat dazu entsprechende Nachweise vorzulegen, z.B. Nachweise der Anmeldung/Zulassung bei der BAFA oder den Nachweis zum Einbau von Messeinrichtungen.

 

Strom aus sonstigen Erzeugungsanlagen
Für den Strom aus sonstigen Erzeugungsanlagen besteht für den Netzbetreiber keine gesetzliche Abnahme- oder Vergütungspflicht.

 

EEG-Umlage auf nicht ins öffentliche Verteilnetz eingespeisten Strom aus allen Stromerzeugungsanlagen

Auf erzeugten und nicht ins öffentliche Verteilnetz eingespeisten Strom ist die EEG-Umlage entsprechend der jeweiligen Verbrauchssituation an den Verteilnetz- oder Übertragungsnetzbetreiber zu entrichten.
Für einige Arten der „selbstverbrauchten“ Energie gibt es Regelungen zur Befreiung bzw. Minderung der Zahlung der EEG-Umlage.