Gemäß Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) ist der Messstellenbetrieb und die Messdienstleistung Aufgabe des Betreibers von Energieversorgungsnetzen, soweit keine anderweitige Vereinbarung getroffen wurde. Zum Messstellenbetrieb zählen Bereitstellung, Einbau, Betrieb und Wartung von Messeinrichtungen. Ablesung und Datenweitergabe an die Netznutzer wird der Messung zugeordnet.

Durch eine entsprechende Vereinbarung (Messstellenrahmenvertrag bzw. Messrahmenvertrag) kann ein Dritter als Messstellenbetreiber den Messstellenbetrieb bzw. als Messdienstleister die Messung, im Auftrag des Anschlussnutzers (Kunden) übernehmen.

Die Rechte und Pflichten zwischen dem Netzbetreiber und dem Messstellenbetreiber werden im Messstellenrahmenvertrag geregelt.

Die Rechte und Pflichten zwischen dem Netzbetreiber und dem Messdienstleister werden im Messrahmenvertrag geregelt.

Für die Errichtung und den Betrieb von Gas-Messeinrichtungen sind entsprechend § 49 Abs. 1 EnWG die anerkannten Regeln der Technik einzuhalten. Im Besonderen ist hierbei auf die DVGW-Arbeitsblätter
- G 689 „Technische Mindestanforderungen an den Messstellenbetrieb Gas“ und
- G 687 „Technische Mindestanforderungen an die Gasmessung“
- G 685 „Gasabrechnung"
hinzuweisen.